Wenn man nachhärtet (zumindest in 5%iger Formalinlösung 5 Minuten lang), dann ist er Im Endergebnis genauso fest wie andere Filme auch. Interessant ist allerdings der Umstand, daß manchmal empfohlen wird, auf das Stoppbad zu verzichten. Ehrlich gesagt halte ich die These, daß die Luftbläschen, die bei einem normalstarken Stoppbad entstehen, Löcher in die Emulsion reißen für ein Gerücht, aber was ganz und gar keinGerücht ist, ist die Tatsache, daß Essigsäure eine leicht härtende Wirkung besitzt. Wer also nicht härtet, nicht stoppt, vielleicht noch zum Aqua destillata bei allen Schritten greift, der wird wohl mit butterweicher Emulsion "belohnt".
Ich persönlich verarbeite den Efke ganz normal mit 2%igem Essigsäurebad und anschließend wird mit dem feuchten Viskoseschwamm abgestreift. Natürlich ist dabei darauf zu achten, daß man keine Rostteilchen (Vorsicht im Altbau mit alten Wasserleitungen) auf die Filme bringt, dann haben sie natürlich nach diesem Prozedere Kratzer. Da praktisch alle meiner Filme keine Löcher in der Emulsion aufweisen, bin ich geneigt zu behaupten, daß behutsames Abstreifen und normale Verarbeitung diesem Film keinen Schaden zufügt, aber das sollte man vielleicht mal ganz konsequent testen, indem man einige Filme für diesen Zweck unterschiedlich behandelt und dann die "Beschädigungsschwelle" feststellt.
Löcher und Kratzer in der Emulsion können auch durchaus bei der Herstellung fabriziert werden, das ist aber natürlich nur festzustellen, indem man Filmmaterial dafür opfert. Ich hatte schon mal werksmäßige Telegraphendrähte auf der Rückseite u.a. bei Efke, aber auch schon einmal bei Kodak und anderen Firmen. Letzten Endes ist eine absolute Fehlerkontrolle eben nicht möglich.
Die Behauptung, daß der Efke keinen Belichtungsspielraum besitze, stimmt nicht, auch die Lichterzeichnung ist eigentlich recht passabel. Man darf aber eines nicht tun, überentwickeln, das wird schnell verübelt. Meines Erachtens liefert der Efke/Adox bei etwas weicherer Entwicklung bessere Ergebnisse, die Fotoimpex-Zeiten sind für meine Bedürfnisse eher etwas zu reichlich. Aber, das muß auch gesagt werden, ein FP4 oder ein Plus X ist pflegeleichter als ein Efke, den Efke muß man mögen oder nicht, falls man den Ergebnissen nichts abgewinnen kann, gibt es sicher "idiotensichere" Filme. Und noch etwas: Der 21-DIN-Efke hat eine ganz andere Charakteristik als die beiden geringempfindlicheren Filme.