ja, wofür kleine Abzüge? Kleine Abzüge passen einfach zur Art und Weise, wie ich fotografiere. Kleinbild, eher dokumentarisch (Familien- und Urlaubsfotos), weniger künstlerisch. Hab' mich langsam von 18x24 als Standard-Format auf 10x15 heruntergearbeitet. Ich mache einfach zu viele Fotos, die ich wirklich gerne auf Papier hätte, für die ein großer Abzug aber einfach zu viel des Guten ist. In letzter Zeit auch mal aus handwerklichen Gründen (suboptimale Negative...)
Hat auch Vorteile beim Vergrößern, für einen kleinen Abzug lässt man fünfe auch mal gerade sein, habe weniger Probleme, wenn ein kleiner Abzug etwas heller/dunkler/härter/weicher hätte sein können, oder ein anderer Ausschnitt vielleicht besser gewesen wäre. Irgendwie gehen kleine Abzüge auch leichter von der Hand. Wenn man dann mal einen größeren Abzug machen will, hat man schonmal einen Arbeitsabzug, und sieht: So kommt das Negativ aufs Papier, da hat man schon einen sehr guten Anhaltswert, zu dem man sonst auch nicht wirklich schneller kommt. So richtig schnell war ich dabei auch nicht, aber mit einer Hand voll Abzüge kam ich nach anderthalb Stunden immerhin raus. Bei größeren Abzügen sind anderthalb Stunden für einen Abzug nichts außergewöhnliches. Mache ich auch mal gerne (sollte schreiben: Machte ich auch mal gerne, kam lange Zeit nicht wirklich dazu), aber halt nicht jeden Tag für jedes Negativ, das ich halt auch gerne vergrößert hätte.
15 Minuten zum Auf- und Abbau halte ich für realistisch, war da in der Vergangenheit gar nicht soweit davon weg, bei der letzten Duka waren da so Sachen zu machen, die jetzt total wegfallen, wie: Wasser in der Gießkanne aus der Waschküche holen und das Wasser nachher dann in der Mörtelwanne, zusammen mit den Schalen zurück in die Waschküche tragen, dort in der Wanne auf dem Boden waschen, Abwasser in den Ausguß am Boden, vorher Gitter entfernen, nachher außenrum geschwind wischen. Dann auch immer sechs Schalen (mindestens drei davon für 30x40cm, auf dem Boden...) waschen... hört sich recht aufwändig an, muss auch sagen, dass ich bei den ersten Sitzungen schon etwas länger gebraucht habe, und auch Muskelkater vom ungewohnten Werkeln auf dem Boden hatte, aber: Wenn man das öfter macht, muss man irgendwann überhaupt nicht mehr nachdenken, wie man was am besten macht, jeder Handgriff sitzt, gelegentlich fällt einem was ein, was das ganze runder machen könnte, so dass ich irgendwann keine Viertelstunde mehr zum Aufräumen brauchte. Klar, das war nicht Entspannung pur... aber hilft ja nichts. Das würde jetzt jedenfalls zum großen Teil wegfallen. Vier kleine Schalen im Waschbecken spülen, fertig.
In der vorletzten Duka hatte ich auch nichts im Raum selbst gelagert, Arbeitsflächen mussten jedesmal aufgebaut werden (Regalsystem-Schienen waren installiert, musste halt vier Arme einhängen und zwei Platten 60x80 daraufstellen), es musste auch jedesmal ziemlich alles Zeug aus dem Bad weggeräumt werden, weil es das einzige Bad war, aber auch da war ich schon im Bereich von 15 Minuten für Auf- und Abbau. Natürlich erst, nachdem das eingespielt war. Die ersten Male überlegt man ja länger, wie man denn am besten... als dass man macht. Wenn das mal eingespielt ist, und die Handgriffe sitzen, geht das in einem Bruchteil der Zeit, die man bei den ersten Malen braucht.
Das mit den Arbeitsflächen aufbauen würde sich (bei kleineren Abzügen) jetzt darauf beschränken, den Klapptisch für den Vergrößerer hochzuklappen. Es gibt weniger Zeug weg- und nachher wieder herzuräumen als damals (Bad ist größer und nur das Zweitbad), Rotlicht möchte ich fest installieren, also es würden schon nochmal ein paar Handgriffe wegfallen. Für die Verdunkelung habe ich irgendwie noch nicht die richtige Idee, mal schauen, halte unter 15 Minuten jedenfalls für machbar. Werde aber in diesem Jahr wohl nicht mehr dazu kommen...