Zitat von BertholdSW
..als .tif Format eingescannt und in 4 Stufen in .tif runtergerechnet auf diese Grösse.
..
Also nichts geschärft und nur 1 x als .jpg gespeichert, da das Umwandeln in jpg von Hause aus zwangsschärft, wie Ihr mir beigebracht habt.
Berthold, das Dateiformat hat zunächst einmal mit dem Skaliervorgang nichts zu tun.
Das Programm arbeitet intern immer auf Pixelebene, also quasi als Bitmap.
Der Skalieralgorithmus greift immer gleich, egal ob Du ein TIF, JPG oder eine Bitmap geladen hattest.
Das darf man nicht verwechseln. Also auch wenn Du (richtigerweise) die Zwischenschritte als TIF abspeicherst, wird bei jedem Schritt in Deinem Fall trotzdem zwangsgeschärft, weil der Algorithmus eben extrem stark greift.
Jpeg hätte nur eine negative Auswirkung auf Farben und Pixelgruppen.
Bei JPG z.B. werden Blöcke von 8x8 Pixel zusammengefasst und unter Verlust von Farbinformation komprimiert. Daher sieht man bei starker Kompression dann diese Rasterstrukturen bzw. Blöcke (oder "Wolken"). Weil geringe Farbunterschiede bei starker Kompression einfach gleichgeschaltet werden.
Dass Dein Bild extrem geschärft aussieht, liegt also zunächst nicht am Format sondern nur an der Kombination dieses Skalierfilters mit der 4stufigen Skalierung. Das ist als ob man ein Audiosignal durch einen Klangregler schickt und das Ergebnis dann nochmal durch den gleichen Klangregler und das dann noch zweimal so. Da kommt zum Schluss dann das Signal so raus, als hättest Du den Klangregler 16x so stark gestellt. Der Effekt multipliziert sich.
Skaliere es einfach nur 1 oder 2mal runter, statt 4 und schon wird das ganze "normal".
Zitat von BertholdSW
Ich werde das Negativ mit dem Scanner ganz weich einzuscannen und dann die Kontrastbearbeitung ganz eben am Ende im heruntergerechneten Bild in den Schatten verbiegen.
Ich scanne wenn möglich immer etwas weicher (aber nicht zuviel) und korrigiere den Tonwertumfang lieber im Bildbearbeitungsprogramm. Die Scanner selbst orientieren sich meist nur an den Grenzwerten. Gerade wenn man z.B. einen Rand oder Perforation vom Film mit drin hat, führt dieser zu einem Wert, der im eigentlichen Bild nicht drin ist und presst die verbliebenen Tonwerte zusammen.
Gruß
Joachim