Zitat von HenningH im Beitrag #3
Und hier Details zu den Einschränkungen:
1. HDR Efex Pro überschreibt nicht das Original, sondern speichert ungefragt mit der Namensergänzung "_HDR" und im TIFF-Format im Dokumente-Ordner.
2. Analog Efex Pro überschreibt tatsächlich das Originalbild ohne Rückfrage!
3. Define, die beiden Sharpener Pro Module und Viveza können stand alone zwar gestartet werden, es gibt aber keinen Menüpunkt, um eine Bilddatei zu öffnen. Sie stattdessen mit der Maus in die Module zu ziehen klappt ebenfalls nicht. Also als Standalones zu vergessen.
4. Color Efex Pro überschreibt nicht, sondern speichert ins gleiche Verzeichnis zurück, benennt die Bilddatei aber um. Dabei wird das Format in "..._tmp", "..._tmp1" usw. umbenannt, so dass es vom System nicht mehr als Bilddatei erkannt wird.
5. Silver Efex Pro überschreibt nicht die Originaldatei, speichert aber wie Color Efex Pro mit der Dateiendung "..._tmp" und überschreibt eventuell vorhandene andere Datei dieses Namens, z. B. eine vorher mit Color Efex Pro erzeugte Version des Bildes.
Das kann ich so definitiv nicht bestätigen! Ich habe die NIK Filter schon seit langem und habe mich gewundert, dass sie solche Einschränkungen vornehmen sollen, denn in Photoshop genutzt legen sie sich - als Filter-Plug-Ins aufgerufen - nur als neue Ebene über das Hintergrundbild. Diese Ebene kann man dann in Deckkraft und Fläche regulieren. Daher wunderte mich schon, welch negative Einschränkungen nun gelten sollen.
Daher habe ich es gerade getestet und NIK-Filter zwei Mal installiert: einmal für die Nutzung mit meinem Lightroom 5.7, einmal mit Photoshop CS5 64bit (die bisherigen NIK-Filter, die ich seit Jahren nutze, laufen bei mir nur in der 32bit-Version). In beiden Programmen ist die Vorgehensweise non-destruktiv, d.h. das Originalbild wird nicht verändert. Lightroom arbeitet sowieso nie mit den Originalbildern, sondern nur mit virtuellen Darstellungen, bis die Bilder in Lightroom exportiert werden. Dann kann man z.B. als JPEG, PSD und TIFF ausgeben, und diese vom Original erzeugen Bilddateien werden an das Weiterverarbeitungsprogramm - HDR-Programme, Topaz Denoise, NIK Collection - übergeben, dort nach der Bearbeitung gespeichert und an Lightroom zurück übergeben. Das stört mich aber nicht, denn wenn ich in Lightroom eine RAW bearbeite, diese als TIFF an NIK übergebe und sie als TIFF zurück kommt - wen stört's? Außer, dass etwas mehr Speicherplatz draufgeht, tut sich sonst nix.
Zu Photoshop: ich habe auf die Schnelle NIK Analog Efex, NIK Color Efex und NIK HDR Efex ausprobiert. In keinem Fall wurde mein Originalbild ungefragt bespeichert, wenn ich das nicht wollte. NIK Analog Efex und NIK Color Efex legen sich als neue Ebene an, die jederzeit abgeschaltet oder in der Stärke gedimmt werden kann. NIK HDR Efex wirkt sich tatsächlich auf das Hintergrundbild aus, aber das tut auch Photoshops HDR-Funktion (Bild - Korrekturen - HDR-Tonung), scheint also ein grundsätzliches Problem zu sein. Im Gegensatz zu Photoshop hat NIK HDR aber einen sehr großen Vorteil: dubliziere ich vor der Anwendung die Hintergrunddatei und wende dann erst NIK HDR an, wirkt NIK HDR nur auf diese dublizierte Ebene, somit kann man sie fein steuern!! Will man hingegen die HDR-Tonung von Photoshop selbst nutzen, reduziert Photoshop vor der Anwendung die Ebenen automatisch auf die Hintergrundebene und nimmt einem sämtliche Möglichkeiten der nachträglichen Steuerung!! Ergebnis: nicht nur kann man auch in Photoshop mit den NIK-Filtern wunderbar non-destruktiv arbeiten, ohne das Original kaputt zu machen, sondern NIK bietet in der Steuerbarkeit auch Vorteile gegenüber den Photoshop Funktionen!
Daher kann ich die NIK Collection voll empfehlen, und für lau ist die Software noch einmal reizvoller, als sie ohnehin schon ist!
Liebe Grüße und schöne Ostern
Sven