Also wie auch immer, ich nutze zum Abstreifen entweder Viskoseschwamm oder Rehleder und normalerweise eben immer ein Unterbrecherbad aus Essigsäure (bei jedem Film). Ich halte Schwamm bzw. Leder grundsätzlich sauber, aber es besteht natürlich die Möglichkeit, daß irgendwo ein Staub- oder Rostkörnchen den Weg zwischen Abstreiftuch und Film gefunden hat.
Da es nur ein Film war, kann das alles auch ein Zufall gewsen sein, allerdings scheint mir es möglicherweise tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Essigbad und Abstreifen zu geben.Bei Hennings Methode (Finger) geht es wohl auch ohne Essig, ob ein gewässertes Rehleder aggressiver als die Finger ist, nunja, ich weiß nicht.
Für mich ist das vor allem insofern interessant als ich dann das Abstreifen - zumindest ohne Essigbad (falls das denn damit tatsächlich in Zusammenhang steht) - entgegen meiner bisherigen Praxis nicht mehr guten Gewissens empfehlen könnte.
Zitat
Wird es, habe ich bei den Efkes daher bislang auch immer so gemacht. Die sehr weiche Emulsion sollte man im feuchten Zustand tunlichst mit nichts berühren.
Die Frage ist ja, ob es tatsächlich nötig ist oder eher nur bei "brutalem" Umgang mit dem Film beim Abstreifen, denn ich konnte bisher - das hier ist (vermutlich) der erste nach über 10 Jahren - keine Probleme mit Schichtverletzungen durch Abstreifen feststellen. Die wenigen Löcher, die ich davor schon hatte, deuteten eher auf Gußfehler oder auf Schichtverletzung beim Öffnen der Dose, in diesem Fall sieht es aber arg nach Abstreifen aus.