Hallo,
also von einem Laborfehler würde ich nicht sprechen. Bei der Kopie vom Negativ, ist der kleine Abzug sicher mit Maschineneinstellung ohne manuellen Eingriff durchgelaufen. Bei der Dia Kopie wohl auch. Bei den Postern werden Video Analyzer eingesetzt, wo der Laborant am Bildschirm solange Farbe und Helligkeit regelt bis es stimmt. Das du es nun genau wie bei der 13/13 Kopie haben wolltest kanner ja nicht riechen.
Ich schätze mal, die arbeiten gingen zu CeWe Color, dann hat aber jede Annahmestelle unter dem Tresen rote Aufkleber für die Auftragstaschen " Achtung Musterbilder".
Also die kleinen Kopien beifügen als Farbmuster.
Bei Abzügen vom Negativ, schwimmt der Laborant immer was die Farbe anlangt, solange nicht die Kodak Graukarte als Referenz vorhanden ist im Negativ. Ich kann dir aus eigener Erfahrung schildern, das der Printer (Kopiermaschine) mal wundervolle silberne Glasuntersetzer produziert hat als Bild für eine Werbeagentur. Wir waren so froh, das wir da nicht eingreifen mussten, bis der Kunde reklamierte und einen der Untersetzer mitschickte. Sie waren Goldfarben...
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Nur aus dem Negativ, die Untersetzer waren auf weißem Hintergrund fotografiert, hatten wir keinerlei Anhaltspunkt dafür.
Bei der Kopie vom Dia, rechnet die Software immer den Kontrast raus. Früher waren Bilder vom Dia oft nicht gut zu gebrauchen. Es gab immer den Hinweis für den Kunden, bitte das Dia vor ein beleuchtetes DIN A 4 Blatt halten und schauen was dann zu erkennen ist. Mehr war an Kontrastminderung mit dem R3 Papier nicht zu erreichen.
Warum? Ein Dia kann einen Kontrastumfang von 1:1000 haben und das Papier nur maximal 1:30 wiedergeben. Also war ein Kompromiss nötig, entweder Lichter oder Schatten richtig belichten. Ansonsten wären Silbermasken notwendig oder Internegative mit Masken die kein Amateur bezahlt.
Der elektronische Printer kann es ausgleichen, so das man kaum feststellen kann ob vom Dia oder Negativ geprinted wurde.
Auch hier mein Rat, wenn du das gleiche Ergebnis des Standardabzuges haben möchtest, lege ihn als Musterbild bei.
Und auch an Photoamteur möchte ich einen Satz richten.
Wenn in einem Labor 40 oder mehr Kopiermaschinen stehen, die auch nicht alle mit der gleiche Papieremulsionsnummer bestückt werden, ist eine Gleichheit der Ergebnisse kaum zu erreichen. Es sei denn du verzichtest auf Produktion und verbringst die Tage damit die Maschinen haargenau anzugleichen.
Maschinen auf denen Nachbestellaufträge laufen sind zum Beispiel immer etwas dunkler eingestellt, da dort überwiegend Personenaufnahmen mit Blitzlicht laufen. Also werden die Blitzköpfe ( Person zu dicht am Blitz) gleich dunkler kopiert, um dort Reklamationen vorzubeugen.
Ich möchte die Großlabore nicht immer in Schutz nehmen, aber wenn ich die Preise im Handel sehe, und weiß das die Maschinen um die 15000 Kopien in der Stunde schaffen, die Bilder werden schon noch angeschaut durch Filterbestimmer, die krasse Ausreißer anstreichen und wiederholen lassen, nur das tun sie wärend die Papierbahn mit 20 Metern pro Minute an ihnen vorübergleitet, so ist die Qualität nicht so schlecht.
Wer da etwas ganz spezielles sucht, sollte sich ein Minilab mit Fuji Frontier Maschine suchen oder ein Fachlabor. Das erstere bedingt Eigentümer oder Personal mit Ausbildung, sonst wird es nicht anders wie im Großlabor, das zweite erheblichen finaziellen Aufwand.
Gruß Jürgen