Hallo,
nun, da haben wir gleich ein paar empfindliche Themen, welche die ilfordophilen Forianer hier auf den Plan ruft, um wieder mal die Vorzüge des FP4 zu lobpreisen. 
Generell ist es völlig egal, was "wir" hier davon halten. Wenn Du mit dem Film gute Ergebnisse erzielen kannst, ist doch alles ok. 
Jeder hat persönlich bevorzugte Filmtypen im Gebrauch, die sich nach Literaturwerten, Tipps und persönlichen Erfahrungen etabliert haben. So soll es sein.
Die Gradationsfilter, welche in den Strahlengang geschwenkt werden, verlängern die Belichtungszeit in jedem Falle. Auch wenn man jetzt in Mobberley wahrscheinlich gequält aufschreien würde, sofern man dies läse, möchte ich doch anraten, die Belichtungszeit leicht zu variieren (sprich zu verlängern), wenn Filter benutzt werden. Pauschal einige Filter als Doppelstufe und einige als "unkritisch" einzustufen empfinde ich als ein wenig trivial. Hier würden wieder Erfahrungen, empirische Versuche oder aber im Netz erhältliche Tabellen helfen, welche ich nicht zur Hand habe, weil ich weniger (gar nicht) mit Multigrade-Filtern, sondern mehr mit dem Farbmischkopf die Filterung anpasse.
Bei der Verdoppelung der Belichtungszeit sind natürlich noch weitere Faktoren zu berücksichtigen. Die Frage ist, ob wirklich eine Verdoppelung stattfand, oder möglicherweise die Belichtungsschaltuhr doch wesentlich länger aktiviert war, weil ein Funktionsfehler vorliegt (kann schonmal sein...). Die Liste möglicher Fehler ließe sich noch erweitern, daher wäre es gut, ein paar Anhaltspunkte mehr zu haben, wenngleich ich davon ausgehe, dass bei doppelter Belichtungszeit immerhin noch ein wenig zu erkennen sein müsste und nicht einfach alles in hawkingscher Schwärze verschwindet.
Gruß
Niko